Sombrero Latino – argentinisches und lateinamerikanisches Restaurant und Steakhaus Wiesbaden

Tango

tango_montag

Tango Argentino mit Carla Pulvermacher und Ulrich Böhme

Für Carla Pulvermacher und Ulrich Böhme gehört Tango zu ihrem Leben. Die gebürtige Argentinierin absolvierte bereits in jungen Jahren eine 10-jährige Tanzausbildung. Während dieser Zeit erlernte sie zusätzlich Yoga und Pilates, als Ergänzung zu der klassischen Ballettausbildung. Nach ihrem Aufbaustudium absolvierte sie 2006 das Diplom zur Bühnentänzerin für klassischen und zeitgenössischen Tanz.

Ulrich Böhme, der frühere HiFi-Produktentwickler mit tänzerischer Ausbildung unterrichtet heute ausschließlich – jeden Tag in einer anderen Stadt. Ihn fasziniert am Tango, dass Tanzpare dabei über ihre Bewegungen kommunizieren. „Kampf funktioniert nicht. Der Mann führt, die Frau kümmert sich um Ihre Bewegungen.“

Jeden Montag finden im Sombrero Latino folgende Tanzkurse statt:

Grundstufe: 18:45 – 20:00 Uhr

Fortgeschrittene: 20:00 – 21:15 Uhr

Mittelstufe: 21:15 – 22: 30 Uhr

Weitere Infos und Anmeldung:

Telefon: 0151-59414342 oder kontakt@carlapulvermacher.de

www.tanguisimo.info, www.carlapulvermacher.de

 

 

 

essen_und_tanzen_milonga_sombrero_latino

Die Dienstagsmilonga in Wiesbaden!

 

Jede Woche ab 21:30 Uhr im Sombrero Latino!

Traditionelle Milonga mit Tandas und Cortinas, wechselnde DJ’s!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

tango_Sombrero_latino_neu

 

Tango Unterricht von Matías Tosi mit Nati und Jürgen

 

Der Argentinische Bass-Bariton Matías Tosi wurde in Buenos Aires geboren. Dort begann er seine Ausbildung als Tänzer, absolvierte ein Schauspielstudium und studierte Gesang. Im Jahr 2001 zog er nach Deutschland, um sein Gesangsstudium an der Musikhochschule München fortzusetzen. Um sein Studium und seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, gab er jahrelang Tango-Unterricht in München im Deutschen Theater und organisierte mehrere Milongas.
In seinem Unterricht geht es nicht nur um das Erlernen von Schritten, sondern um ein spezielles Gefühl und eine bestimmte Einstellung zum Tango zu bekommen. Sein Unterricht ist voller Lebensfreude, er bringt dabei seine persönliche, individuelle Note in den Tango ein. Das komplett ausverkaufte Große Haus des Staatstheaters Wiesbaden erlebte am 11. Januar 2015 bei „Tango Uno“ eine erste begeisternde Schnupperstunde zum Mitmachen mit ihm. Matías Tosi: „Beim Tango kann man nichts falsch machen. Die größte Kunst ist einfach das Laufen. Wer laufen kann, kann auch Tango tanzen.“

Natalia Beráscola ist ebenfalls in Buenos Aires geboren. Die Tango-Kultur – als Musik, Theater und Poesie – sowie Ihre Heimatstadt sind immer ein wichtiger Teil ihres Lebens gewesen, so entdeckte sie auch den Tango als Tanz. Seitdem sie in Deutschland lebt, ist ihr die Weitergabe des Tango, der Teil ihrer Identität und ihrer Wurzeln ist, ein wichtiges Bedürfnis.

Jürgen Schmidt tanzt Argentinischen Tango seit Ende der 90er Jahre. Ihre Wege haben sich im September 2006 in Wiesbaden gekreuzt, seitdem ist der Tango und die Bühne immer mehr Teil ihres gemeinsamen Lebens. Seit 2013 unterrichten sie auch zusammen und bilden sich seit mehreren Jahren weltweit bei internationalen Tango-Festivals bei namhaften Lehrern weiter. www.tangonj.de

Jeden Dienstag im Sombrero Latino in Wiesbaden – Adolfstraße 3 – 65185 Wiesbaden

Dienstags von 19:00 bis 20:15 – Gruppe A
Dienstags von 20:15 bis 21:30 – Gruppe B

Anmeldung und mehr Infos: 0162 4645691(Natalia) oder kontakt@tangonj.de

 

Foto: VOLKER STIEHL

 

 

Tango, mehr als die Geschichte Argentiniens

von Susi Schildknecht

 

Der Tango entstand zwischen 1850 und 1880 im Süden von Buenos Aires, im Hafenviertel La Boca. Ein fröhlicher Tanz, aus schwarzen, kreolischen und spanischen Elementen zusammengemischt. Die geselligen Anlässe, an denen man diese Musik tanzte, wurden „Milongas“ genannt, was in etwa dem Wort „Wirrwarr“ gleichkommt und somit für sich spricht. Heute gilt die lebensfrohe Milonga als Vorläuferin des eigentlichen Tango Argentino. Gegen Ende des letzten und anfangs dieses Jahrhunderts sah sich Buenos Aires von Einwanderungsströmen geradezu überschwemmt, die Stadt schien aus allen Nähten zu platzen. Vor allem Italiener hofften, ihr Glück im reichen America zu finden. Um die Jahrhundertwende gab es in Buenos Aires mehr italienische Einwanderer als Argentinier. Die Enttäuschung war vorprogrammiert. Argentinien und Buenos Aires waren mit diesen Massen überfordert und lehnten die Immigranten bald ab. Zuwenig Arbeit, zuwenig Ansehen, zuwenig Frauen, den mittellosen Einwanderern blieb der Ausweg in die Kriminalität, das Vergessen in Spielhöllen, Bordellen und … in derMusik. Die Vororte, die Barrios, von Buenos Aires entwickelten sich dementsprechend und wurden zur Wiege des Tango, der einst zum Symbol von ganz Argentinien werden sollte.

 

Ein trauriger Gedanke, den man tanzen kann

Dieser Ausspruch stammt von Enrique Santos Discépolo, einer der ganz Grossen des Tango.

Von all den Hoffnungen war den Immigranten nur das geblieben: ein leicht anrüchig wirkender, eleganter Tanz, in dem die Machos auf Tuchfühlung mit den wenigen Frauen gehen konnten, sich stark, furchtlos, traurig und einsam auf dem Parkett ausdrücken konnten. Nun klang der Tango nicht mehr so fröhlich wie in den ersten Tagen, die Melancholie und die Wehmut liessen sich nicht einfach wegstecken.

 

Das Bandoneon, die Seele des Tango

Matrosen brachten gegen Ende des vorigen Jahrhunderts das Instrument nach Buenos Aires, welches heute im Tango nicht mehr wegzudenken ist – das Bandoneon, die Seele des Tango. 1840 wurde es vom deutschen Musiklehrer Heinrich Band aus der einfacheren deutschen Konzertina weiterentwickelt: 144 Töne, die aber erst in Argentinien ihren Ausdruck, ihre wahre Berufung fanden. Bis anhin waren Geige, Flöte und Gitarre die Instrumente gewesen, auf denen die ersten Milongas und Tangos von herumziehenden Musikgruppen improvisiert wurden, denn die Kunst des Notenlesens war nicht sehr verbreitet. Als die Trios oder Quartettos begannen, sich in den einschlägigen Lokalen zu etablieren, fand das Klavier auf Kosten von Flöte und Gitarre Eingang in das Instrumentarium des Tango. Dazu kam der Kontrabass, und ab 1920 bis zum heutigen Tag besteht ein orquesta tipica aus zwei Bandoneons, zwei Violinen, dem Piano und dem Bass.

 

Eine Legende wird zum nationalen Hoffnungsträger

Die argentinische Elite wollte nichts mit dem Tanz und der Musik aus ihren Armenvierteln zu tun haben, man schämte sich für diesen Auswuchs aus den Bordellen und Gossen der Stadt. Das änderte sich jedoch, als der Tango seinen ersten Boom erlebte … ausgerechnet im fernen Paris, das man doch so bewunderte am Rio de la Plata! Ob es nun die Mädchenhändler oder die Künstler gewesen waren, welche den Tango zuerst nach Paris gebracht hatten, Tatsache ist, dass er in der feinen, auf Zerstreuung ausgerichteten Pariser Gesellschaft schnell Gefallen fand. Bereits 1910 wurde argentinischer Tango in ganz Paris getanzt und auch gelehrt. Ob dieser Entwicklung wagten es nun immer mehr angesehene Bürger des Mittelstands von Buenos Aires, sich zum Tango zu bekennen, dem sie ja im Versteckten ohnehin schon lange gefrönt hatten. Carlos Cardel, der mittellose Junge aus dem Grossmarkt-Viertel von Buenos Aires, wird zum Idol von ganz Argentinien. Er verkörpert das Märchen, von dem alle die Einwanderer geträumt haben. Er wird ein weltweit gefeierter Star, der sich aus dem Nichts zu Glanz und Gloria erhoben hat und den Tango über Schallplatten, Filme und Auftritte der ganzen Welt als argentinisches Kulturgut überbracht hat. Obwohl Carlos Cardel 1935 im Alter von 45 Jahren bei einem Flugzeugabsturz starb, lebt er in den Herzen der Porteños weiter. Täglich wird sein Grab in Buenos Aires von Fans besucht und mit Blumen geschmückt.

 

Der avantgardistische Tango

Nach dem Zeiten Weltkrieg entwickelte sich aus dem Tango als Unterhaltungs- und Tanzmusik zusehends eine musikalisch ausgebildetere Musik zum Zuhören, welche sich in ihrem Wesen jedoch immer weiter von ihren volkstümlichen Wurzeln in Buenos Aires entfernte und moderne Elemente miteinfliessen liess. Daran fanden nun aber die alten Tango-Liebhaber am Rio de la Plata gar keine Freude. Sie sahen ihren Tango verfremden. So wundert es denn nicht, dass Astor Piazzolla seine grossen Erfolge noch heute auf der ganzen Welt feiern darf, nicht aber in seiner Heimatstadt Buenos Aires. Eigenwillig mischt er Milonga, Barpiano-Musik und Jazz zu bombastischer Konzertmusik. Tatsächlich kein Tango mehr, jedoch ein Spiegelbild des Buenos Aires und des Porteno von heute. Während der Tango heute in Buenos Aires nur noch von wenigen Jungen gepflegt wird, erlebt er in Europa einen eigentlichen Aufschwung. Zürich wird als eines der avantgardistischsten Tango-Zentren Europas angesehen, Deutschland hingegen als das wahrscheinlich am stärksten vom Tango-Virus befallene Land. Überall werden Tango-Kurse angeboten, internationale Freundschaftsbande verbinden die Szenen in Paris, Berlin, Stuttgart und Zürich, Einladungen zu Bällen und Shows werden hin- und hergeschickt – man erlebt ein grossartiges Zusammengehörigkeitsgefühl. Denn schliesslich geht es hier in Europa ein zweites Mal um die Rettung des Tango!